Feldpost T-Z

Thumm, Robert (*29. Januar 1885)

Inhaltsverzeichnis
  1. 1: Quellenangabe
  2. Kurzbiografie
  3. 2: Feldpostkarte, 13. November 1914
  4. Umschlag, ab Schorndorf 1. Dez. 1915 zurück mit Vermerk: Schornbach
  5. Umschlag, ab Schorndorf am 29. Mai 1915. Zurück mit Vermerk: z.Zt. Schornbach
  6. Anhang

1: Quellenangabe

LKA Stuttgart, Pfa Schornbach, Nr. 562

Kurzbiografie

Maschinenmeister von Schornbach. Eingerückt am 3. Mobilmachungstag als Ersatzreservist. Entlassen am 13.5.1918. Er war Hornist

2: Feldpostkarte, 13. November 1914

Absendort: Tübingen

Truppenzugehörigkeit: Inf. Reg. Nr. 180

Dienstgrad: Hornist

Geehrter H. Pfarrer! // Besten Dank für Ihre viele // Mühe, die Sie mit uns haben,// die Blätter sowie Brief er=// halten, das Gemeindeblättch.// hat mich besonders interessiert // und gefreut, ich habe diese // Blättchen lange Jahre // selbst gedruckt, ich bin // gerade auf Wache als // Hornist noch 2 Stund. // Dann ist Tagwachblasen. // Die Kompanien sind // schon heute Früh um 3 // Uhr zum scharfschießen // nach Ehningen abmarschiert. // Mit herzl. Dank und Gruß Thumm

Kartenrückseite: Das evangelische Stift ist z.Zt. mit über 800 Sold. belegt.

Obere Kartenecke: Gruß aus der Mulattenstube       

Umschlag, ab Schorndorf 1. Dez. 1915 zurück mit Vermerk: Schornbach

Umschlag, ab Schorndorf am 29. Mai 1915. Zurück mit Vermerk: z.Zt. Schornbach

Aktualisiert am: 04.04.2018

Wahl, Albert (29.6.1894 - 5.4.1918)

Inhaltsverzeichnis
  1. Quellenangabe
  2. Kurzbiografie
  3. 1: Feldpostkarte, 16. April 1915
  4. 2: Feldpostkarte, 27. April 1915
  5. 3: Feldpostkarte, 28. Mai 1915
  6. 4: Feldpostkarte, 29. Juni 1915
  7. Feldpostkarte, 1. November 1915
  8. 5: Feldpostkarte 8. Dezember 1915
  9. Feldpostkarte 30. Dezember 1915
  10. 6: Feldpostkarte, 7. Februar 2016
  11. Feldpostkarte, 22. Februar 1916
  12. Feldpostkarte, 9. Juni 1916
  13. Anhang

Quellenangabe

LKA Stuttgart, Pfa Schornbach, Nr. 565

Kurzbiografie

Albert Wahl war der Sohn von Friedrich Wahl und Eva Maria geb. Kurz. Er war in auswärtigen landwirtschaftlichen Betrieben beschäftigt. Am 2. Dezember 1914 wurde er in Heilbronn zum Militär eingezogen. Am 5. März 1915 kam er ins Feld nach Frankreich und wurde als Musketier beim 14. Reserve-Armeekorps, 26. Reserve-Division, Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 121, 2. Bataillon, 5. Kompanie eingesetzt und nahm an den schweren Kämpfen bei Serre an der Somme teil. Im Sommer 1916 wurde er verwundet und war anschließend zwei Monate im Lazarett und zu Hause. Am 14. April 1917 erhielt er das Eiserne Kreuz II. Klasse, nachdem er bereits 1916 mit der Silbernen Militär-Verdienstmedaille ausgezeichnet worden war. Nach seinem Einsatz bei Arras wurde er in Flandern eingesetzt. Von dort kam er mit dem Reserve-Infanterie- Regiment Nr. 121 nach Italien, das über den Tagliamento bis zur Piave vorstoßen konnte. Am 4. Januar 1918 kam er erneut an die Westfront, fiel dort aber am 5. April 1918 beim Sturm auf eine Fabrik bei Serre durch Herzschuss.{Entnommen aus den Gemeindeblättern der Evang. Kirchengemeinde Schornbach, Mannshaupten und Buhlbronn beim Kirchenarchiv}

1: Feldpostkarte, 16. April 1915

 

Absendeort: Schützengraben

Truppenzugehörigkeit: 14. Reserve-Armeekorps, 26. Reserve-Division, Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 121, 2. Bataillon, 5. Kompanie

Dienstgrad: Musketier

 

Schützengraben, den 16.4./15 // Geehrter Herr Pfarrer! // Ihnen zur Nachricht, daß ich // das von Ihnen abgeschickt // Büchlein erhalten habe, welches // mich sehr freute. Mache meinen // besten Dank dafür. Ich lese // jetzt jeden Tag darin. Im // Schützengraben ist man froh, // wenn man etwas hat zum // Lesen. Mir geht es bis jetzt // soweit immer gut u. bin noch // gesund, das ist ja die Hauptsache. // Viele herzliche Grüße sendet A. Wahl

2: Feldpostkarte, 27. April 1915

 

Absendeort: Schützengraben

Truppenzugehörigkeit: 14. Reserve-Armeekorps, 26. Reserve-Division, Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 121,

2. Bataillon, 5. Kompanie

Dienstgrad: Musketier

 

Geehrter Herr Pfarrer! // Teile Ihnen kurz mit, daß ich gestern Abend // die lieben Blättchen erhalten habe, welches mich sehr // freute, besten Dank daffür. Mir geht es soweit // immer gut u. bin noch gesund. In einem Gefecht // war ich bis jetzt noch nicht. Mit freundlichem{Es fehlt das Wort „Gruß“} // Albert Wahl

3: Feldpostkarte, 28. Mai 1915

 

Absendeort: Koßlett?

Truppenzugehörigkeit: 14. Reserve-Armeekorps, 26. Reserve-Division, Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 121,

2. Bataillon, 5. Kompanie

Dienstgrad: Musketier

 

Geehrter Herr Pfarrer! // Ihnen zur Nach= richt, daß ich // am 26. d.M. die von Ihnen // abgeschickte Blättchen erhalten // habe, besten Dank dafür. // Mir geht es soweit immer gut // u. bin noch gesund. Wir sind // zur Zeit abgelöst u. sind in // Koßlett? {Ort nicht ermittelbar} im Quartier. // Mit freundl. Gruß // Albert Wahl. // Auch viele // Grüße von // H. Haller{H. Haller siehe Findbuch-Nr……} 

4: Feldpostkarte, 29. Juni 1915

 

Absendeort:

Truppenzugehörigkeit: 14. Reserve-Armeekorps, 26. Reserve-Division, Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 121,

2. Bataillon, 5. Kompanie

Dienstgrad: Musketier

 

Werter Herr Pfarrer! // Ihnen zur Nachricht, daß ich die // Blättchen erhalten habe, besten Dank. // Wir haben schwere Tage hinter uns. // Am 20.. Mai wurden wir abgelöst // u. kamen zurück nach [Koßlett?]{Ort nicht ermittelbar}, am // 7. Juni wurden wir alarmiert u. // kamen zu den heißen Kämpfen // nach Serre. Wir wurden von einem // schrecklichen Artilleriefeuer überschüttet. // Die Franzosen hatten mit lauter schwerer // Artillerie geschoßen. Wir hatten auch // ziemlich Verluste, aber ich bin doch // mit Gottes Hilfe mit heiler // Haut davon gekommen. Dabei // verloren wir auch unseren Hauptmann // u. Major. Diese sind beide gefallen. Wo // wir jetzt sind ist es soweit ruhig. // Mit freundl. Gruß Muskt. Wahl

Feldpostkarte, 1. November 1915

 

Absendeort:

Truppenzugehörigkeit: 14. Reserve-Armeekorps, 26. Reserve-Division, Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 121,

2. Bataillon, 5. Kompanie

Dienstgrad: Musketier

 

Geehrter Herr Pfarrer! // Für die soeben erhaltenen Blättchen // danke ich Ihnen vielmals. // Mir geht es soweit immer // gut, bin gottlob noch gesund, // was ja immer die Hauptsache ist. // In letzter Zeit habe ich keine // Blättchen erhalten. // Herzl. Gruß // Albert Wahl

5: Feldpostkarte 8. Dezember 1915

 

Absendeort:

Truppenzugehörigkeit: 14. Reserve-Armeekorps, 26. Reserve-Division, Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 121,

2. Bataillon, 5. Kompanie

Dienstgrad: Musketier

 

Geehrter Herr Pfarrer! // Für die erhalte= nen Blättchen // mache ich meinen besten Dank. // Mir geht es soweit immer gut // u. bin gottlob noch gesund. // Mit freundlichem Gruß // Albert Wahl

Feldpostkarte 30. Dezember 1915

 

Absendeort:

Truppenzugehörigkeit: 14. Reserve-Armeekorps, 26. Reserve-Division, Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 121,

2. Bataillon, 5. Kompanie

Dienstgrad: Musketier

 

„Geehrter Herr Pfarrer! // Ihnen zur Nachricht, daß ich // gestern die Blättchen erhalten habe. // Das Weihnachtsbüchlein habe ich auch // erhalten, welches mich sehr freute, besten // Dank dafür. Mir geht es soweit immer gut, //bin Gott sei Dank auch gesund. // Mit freundlichem // Gruß Albert // Wahl“

6: Feldpostkarte, 7. Februar 2016

 

Absendeort:

Truppenzugehörigkeit: 14. Reserve-Armeekorps, 26. Reserve-Division, Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 121,

2. Bataillon, 5. Kompanie

Dienstgrad: Musketier

 

Geehrter Herr Pfarrer! // Soeben die Blättchen erhalten, // welche mich recht freuten. Danke // Ihnen bestens dafür. Mir geht es Gott sei Dank immer noch gut. // Mein Freund Karl Geiger1) ist auch // ganz unmittelbar in meiner Nähe, werde // ihn in nächster Zeit besuchen. // Mit freundlichem Gruß Albert // Wahl

Feldpostkarte, 22. Februar 1916

 

Absendeort:

Truppenzugehörigkeit: 14. Reserve-Armeekorps, 26. Reserve-Division, Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 121,

2. Bataillon, 5. Kompanie

Dienstgrad: Musketier

 

Geehrter Herr Pfarrer! // Soeben die Blätt= chen dankend // erhalten. Geht mir soweit // Gott sei Dank immer noch gut. // Freundlichst grüßt Sie // auf ein baldiges Wiedersehen // Albert Wahl

Feldpostkarte, 9. Juni 1916

 

Truppenzugehörigkeit: 14. Reserve-Armeekorps, 26. Reserve-Division, Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 121,

2. Bataillon, 5. Kompanie

Dienstgrad: Musketier

 

Geehrter Herr Pfarrer! // Die Blättchen dankend // erhalten. Ich befinde mich // immer noch wohl. // Mit freundlich= em // Gruß // Albert Wahl {Beigefügt sind 1 leere Antwort-Feldpostkarte, 1 zurück gekommener Umschlag mit dem Vermerk „krank“ vom 04.09.1915 sowie 1 Adresszettel}

 

Aktualisiert am: 04.04.2018

Wahl, Ernst

Inhaltsverzeichnis
  1. Quellenangabe
  2. Kurzbiografie
  3. 1: Feldpostkarte, 5. Oktober 1915
  4. Feldpostkarte, 15. Juli 1916
  5. 2: Feldpostkarte, 8. September 1916
  6. Anhang

Quellenangabe

LKA Stuttgart, Pfa Schornbach, Nr. 566

Kurzbiografie

Ernst Wahl von Bühlbronn wurde 1915 in Gmünd als Ersatz-Reservist beim Landwehr-Regiment Nr. 126, 3. Kompanie, 9. Korporalschaft eingezogen. Im Mai 1916 musste er ins Feld nach Frankreich. Dort erkrankte er an Typhus und war im Lazarett. Am 14. Juli 1916 kam er wieder zur Truppe (Landwehr-Regiment Nr. 122, II. Bataillon, 8. Kompanie). War im September 1916 wieder in Frankreich im Schützengraben. Im November 1916 wurde er mit der Silbernen Militär-Verdienstmedaille ausgezeichnet. Im Juni 1917 wurde er vermisst. Hat im Juli 1917 aus englischer Kriegsgefangenschaft geschrieben.{Entnommen aus den Gemeindeblättern der Ev. Kirchengemeinde Schornbach, Mannshaupten und Buhlbronn beim Kirchenarchiv} 

1: Feldpostkarte, 5. Oktober 1915

Absenderort: Gmünd

Truppenzugehörigkeit: Landwehr-Regiment Nr. 126, 3. Kompanie, 9. Korporalschaft

Dienstgrad: Ersatzreservist

Geehrter Herr Pfarrer! // Ihnen zur Nachricht, daß ich das // Gemeindeblatt erhalten habe, // besten Dank dafür. Habe es heute // nachmittag gelesen. Schad ein{ müsste heißen: Schadet einem} nichts, // wenn man was liest. Bin seither // nicht dazu gekommen. Wir haben // immer viel Dienst, aber man muß es // halt annehmen wie´s kommt. Es // wäre halt das Beste, wenn der // Krieg ausginge, da wir auch schon // so viele Kameraden verloren // haben. Wenn ich an Weihnachten // noch da bin, komm ich nochmals  // in Urlaub. Dann wird´s jedenfalls // nicht mehr lang dauern, bis // wir auch fort kommen. Ich hätt´ // ja nicht geglaubt, daß wir so lang // hier wären. Mit freundl. Gruß // Ernst Wahl

Feldpostkarte, 15. Juli 1916

Absenderort: Frankreich

Truppenzugehörigkeit: Landwehr-Regiment Nr. 122, II. Bataillon, 8. Kompanie

Dienstgrad:Ersatzreservist

Werter Herr Pfarrer! // Ihnen zur Nachricht, daß ich Brief // erhalten habe, besten Dank. Bin auch schon länger // im Lazarett gewesen, war typhuskrank. Geht mir aber // gottlob wieder gut, bin seit gestern wieder bei der Truppe. // Mein Freund  Brecht Albert{ Albert Brecht, Buhlbronn siehe Findbuch Nr. 345} war immer bei mir u. das hätt´ ich // nicht glaubt, daß ich Albert nicht mehr sehen durfte. Wir sind // am Karfreitag ausmarschiert u. jetzt sind schon so viele // gefallen. Soeben sagt mir ein Kamerad schon wieder // welche auch gefallen seien. Was wird das als noch werden mit // dem Krieg. Zur Zeit haben wir Schlechtwetter, regnet halt // immer, man wird fast nimmer trocken. Nochmals besten // Dank für erhaltenen Brief. Es freut mich, wenn man etwas //  zu lesen hat. Von meinem Bruder weiß ich schon // länger nichts mehr. // Mit // freundlichem Gruß // Ernst Wahl // Auf baldiges Wiedersehen.

2: Feldpostkarte, 8. September 1916

Absenderort:

Truppenzugehörigkeit: Landwehr-Regiment Nr. 122, II. Bataillon, 8. Kompanie

Dienstgrad:Ersatzreservist

Werter Herr Pfarrer Pressel! // Ihnen zur Mitteilung, daß ich Brief erhalten // habe, besten Dank. Mir geht es gottlob immer noch // gut, bin auch gesund, was ja auch das Beste ist. // Zur Zeit haben wir schlechtes Wetter, unsere Gräben sind // halb voll Wasser u. Dreck, daß man sie fast nicht mehr gehen // kann u. haben dadurch viel Arbeitsdienst, wo es halt  immer Verluste // gibt, so der Franzmann seine Munition nicht spart. Wenn // ich gesund bleibe fahr´ ich jedenfalls bald in Urlaub. Bin am // 3. dieses M. mit der Silbernen Verdienstmedaille  ausgezeichnet // worden. // Mit freundlichem Gruß // Auf baldiges Wiedersehen. // Ernst Wahl. 

Aktualisiert am: 04.04.2018

Wahl, Georg(15.7.1875*)

Inhaltsverzeichnis
  1. Quellenangabe
  2. 1: Kurzbiografie
  3. Feldpostkarte, 15. Januar 1915
  4. 2: Feldpostbrief, 1. April 1915
  5. Anhang

Quellenangabe

LKA Stuttgart, Pfa Schornbach, Nr. 567

1: Kurzbiografie

Georg Wahl von Schornbach wurde in Waldhausen, heute: Lorch-Waldhausen, Ostalb= kreis geboren. Sein Diensteintritt war am 22.08.1914 beim Landsturm- Bataillon Gmünd, 1. Kompanie. Er ist am 30.09.1916 ins Feld gerückt mit dem Landsturm-Bataillon II Ludwigsburgund war an Kämpfen in Lothringen und in der Ukraine beteiligt. Am 14. 12.1918 wurde er in die Heimat entlassen. Ausgezeichnet wurde er am 29.07.1918 mit d. A. III. { Entnommen aus dem Eisernen Buch der Gemeinde Schornbach, die Auszeichnung A.III. konnte nicht entschlüsselt werden}

Feldpostkarte, 15. Januar 1915

 

Absendeort: Fourmies {Fourmies ist eine nordfranzösische Gemeinde unweit der belgischen  Grenze}

Truppenzugehörigkeit: 2. Landsturmbattaillon Ludwigsburg, 3. Kompanie

Dienstgrad: Landsturmmann

 

Geehrter Herr Pfarrer. // Habe heute von Ihnen // ein Weihnachtspaket erhalten // von Ihnen und einzelnen // Bürger der Gemeinde // Schornbach,  ich danke Ihnen // herzlich dafür, für das // Geschenk wo ich bekommen // habe, es wäre nur zu // wünschen, daß der Krieg // bald ein Ende nehmen möge. // Dank auch für die Blätter // wo Sie mir zugesandt haben. // Achtungsvoll // Georg Wahl {Entnommen aus dem Eisernen Buch der Gemeinde Schornbach, die Auszeichnung A.III. konnte nicht entschlüsselt werden}

2: Feldpostbrief, 1. April 1915

 

Absendeort: Fourmies

Truppenzugehörigkeit: 2. Landsturmbattaillon Ludwigsburg, 3. Kompanie

Dienstgrad: Landsturmmann

 

Geehrter Herr Pfarrer. // Möchte Ihnen einige Worte zugehen // lassen, mache zuerst meinen // besten Dank für die Christliche // Blätter und für das Büchlein // Wo Sie mir zusenden // Es ist immer viel besser zu // Mute wenn man solche Worte // zu lesen bekommt im Feindesland, // doch möchte ich wünschen, daß //der Krieg ein baldiges Ende //nehmen möchte, nun wir // wollen auf Gott vertrauen //und zufrieden sein bis er // hilft wir sind immer noch //auf dem Platz wo wir im //November angekommen sind, auf // Bahnwache: nun möchte ich // doch einmal wieder in die Heimat // zu Frau und Kind, mit Gottes Hilfe // bin ich noch gesund und wollen //dem Herrn glauben der wird helfen. // Freundlich grüßt Sie // Georg Wahl

Aktualisiert am: 04.04.2018

Walter, August (30.01.1885*)

Inhaltsverzeichnis
  1. Quellenangabe
  2. Kurzbiografie
  3. 1: Feldpostkarte, 26. Dezember 1914
  4. 2: Feldpostkarte, 1. Februar 1915
  5. 3: Feldpostkarte,1. April 1915
  6. 4: Feldpostkarte, 8. Januar 1917
  7. Anhang

Quellenangabe

LKA Stuttgart, Pfa Schornbach, Nr. 570

Kurzbiografie

August Walter von Mannshaupten arbeitete als Schlosser. Er ist am 04.08.1914 eingerückt und wurde am 19.11.1918 entlassen. Er erlitt eine Schußverwundung am rechten und linken Oberschenkel, die im Städt. Krankenhaus Ost in Frankfurt (Main) behandelt wurde. Anschließend wurde er ins Lazarett nach Feuerbach verlegt. Im Januar 1917 befand er sich bei der Flie= gerabteilung 248 in Nordfrankreich und wurde dort zum Unteroffizier befördert. Er erhielt das Eiserne Kreuz II. Klasse, die Silberne Ver= dienstmedaille, die 9-jährige Verdienstmedaille sowie das Verwunde= tenabzeichen. {Entnommen aus dem Eisernen Buch der Gemeinde Schornbach und  den übersandten Karten}

1: Feldpostkarte, 26. Dezember 1914

Absendeort:

Truppenzugehörigkeit:14. Reserve-Armeekorps, 26. Reserve-Division, 52. Reserve-Brigade,

Reserve-Regiment Nr. 120, II. Bataillon, 6. Kompanie

Dienstgrad: Landwehrmann

Geehrter Herr Pfarrer // Ich möchte ihnen mitteilen wie es mir geht // ich bin soweit gesund nur müssen // wir halt viele schwere Tage mitmachen. // Ich möchte nur ihnen mittei= len, daß ich // daß eiserne Kreuz erhalten habe. Und wie // ich dazu gekommen bin ich bin auf einer // Patrolie gegen den franzsösischen Schützen= // graben u. … Franzsosen gefangen genommen.// Herzlichen Gruß August Walter // bitte schlecht geschrieben wegen // schlechtem Wether.

2: Feldpostkarte, 1. Februar 1915

Feldpostkarte, 1. Februar 1915

Absendeort:

Truppenzugehörigkeit:14. Reserve-Armeekorps, 26. Reserve-Division, 52. Reserve-Brigade,

Reserve-Regiment Nr. 120, II. Bataillon, 6. Kompanie

Dienstgrad: Landwehrmann

Sehr geehrter Herr Pfarrer! // Ihren Brief vom 25.I. erhalten, besten // Dank hiefür. // August Walter von Mannshaupten wurde in // der Nacht vom 17. auf 18. Jan. bei // einem Sturmangriff am Fuß ver= // wundet. Ob die Verwundung schwer // ist, weiß ich nicht, er hat gestern an die // Komp. geschrieben, daß es ihm ordentlich geht. // Er befindet sich in: Frankfurt a/M. Städt. Kranken= haus Ost // Königswerderstr. 26. // Mit freundl. Grüßen Schütz Feldw.

3: Feldpostkarte,1. April 1915

Feldpostkarte,1. April 1915

Absendeort: Frankfurt am Main

Truppenzugehörigkeit:

Dienstgrad: Landwehrmann

Wehrter Herrn Pfarrer. // Ich möchte ihnen mitteilen wie es mir // geht, es geht mir soweit gut ich durfte // heute zum erstenmal aufstehen, und die // Wunde jetzt ganz gut geheilt. Ich darf // jedenfalls bald nach Feuerbach und // dort in ein Lazarett um die Wunde dort // vollens ausheilen. // Herzliche Grüße August Walter

4: Feldpostkarte, 8. Januar 1917

Absendeort: Nordfrankreich

Truppenzugehörigkeit:Fliegerabteilung 248, Feldpost Station 323

Dienstgrad: Unteroffizier

Werter H. Pfarrer // Ich möchte Ihnen mitteilen // daß ich wieder gut hier ange= // komen bin u. mir ortendlich // geht. Und als ich ankam schon // zum Unteroffizier beförtert wurde. // Herzliche Grüße Unteroffizier Walter // August // Auf Wiedersehen.

 

Beigefügt ist ein leerer Umschlag, gestempelt am 15.01.1915 mit dem Aufdruck „Durch Kampf zum Sieg“ sowie ein Zettel mit der Anschrift: Landwehrmann Aug. Walter, Städtisch= es Krankenhaus Ost, Frankfurt a./M., Königswerderstraße 26

Aktualisiert am: 04.04.2018

Walter, Ernst (1.11.1879*)

Inhaltsverzeichnis
  1. Quellenangabe
  2. Kurzbiografie
  3. 1: Feldpostkarte, 4. März 1915
  4. 2: Feldpostkarte, 3. April 1915
  5. 3: Feldpostkarte, 16. Mai 1915
  6. 4: Feldpostkarte, 26. Mai 1915
  7. 5: Feldpostkarte, 3. Juli 2015
  8. 6: Bildpostkarte mit Ozeanriese „Imperator“ in Hamburg, 18. August 1915
  9. 7: Feldpostkarte, 1. Juli 1916
  10. 8: Feldpostkarte, 26. Juli 1916
  11. 9: Feldpostkarte, 12. Oktober 1916
  12. 10: Feldpostkarte, 3. November 1916
  13. 11: Feldpostkarte, 12. März 1917
  14. 12: Feldpostkarte, 17. August 1917
  15. Anhang

Quellenangabe

LKA Stuttgart, Pfa Schornbach, Nr. 571

Kurzbiografie

Ernst Walter von Mannshaupten war von Beruf Küfer. Eingerückt ist er am 05.08.1914 als Landwehrmann. Wurde 1916 zum Gefreiten befördert. Die Entlassung erfolgte am 23.01.1919. Er war überwiegen in Nordfrankreich im Einsatz und zwischendurch auch in Rußland. Er erlitt Verwundungen am linken Unterkiefer und an der linken Hand durch Gewehrschuß und durch Granatsplitter am rechten Knie, die Lazarettaufenthalte mit sich brachten. Ausgezeichnet wurde er mit dem Eisernen Kreuz I. und II. Klasse, der Silbernen und Goldenen  Verdienstmedaille, der Dienst= auszeichnung III. Klasse sowie dem Verwundetenabzeichen.{Entnommen aus dem Eisernen Buch der Gemeinde Schornbach und den Gemeindeblättern der Ev. Kirchengemeinde Schornbach, Mannshaupten und Buhlbronn beim Kirchenarchiv}

1: Feldpostkarte, 4. März 1915

Absendeort: La Boiselle (La Boisselle ist eine nordfranzösische Gemeinde bei Ovillers, die in der Somme-Schlacht stark umkämpft war (Sprengungen der Engländer)

Truppenzugehörigkeit: 14. Reserve-Armeekorps, 26. Reserve-Division, Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 120, Ersatzkompanie

Dienstgrad: Landwehrmann
Geehrter Herr Pfarrer! // Im Besitze Ihres Briefes, wofür ich // bestens danke, kann ich Ihnen  mitteilen, // daß ich noch Gott sei Dank gesund // bin. Wie es im Krieg ist weiß ja // Herr Pfarrer, es ist immer dasselbe. Wir // können uns nur auf unseren Herrgott // verlassen, dann sind wir nicht verlassen. // Herzlichen Gruß Ernst Walter // Gott mit uns, auf Wiedersehen

2: Feldpostkarte, 3. April 1915

Absendeort:  Leers {Leers ist eine Gemeinde in Nordfrankreich, ca. 15 km nordöstlich von Lille, unmittelbar an der belgischen Grenze gelegen.}

Truppenzugehörigkeit: 58. Reserve-Division, Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 120, II. Bataillon, 6. Kompanie

Dienstgrad: Landwehrmann

Geehrter Herr Pfarrer! // Herzlich dankend das Zugesandte erhalten. Sind anfangs v. Mts. Von La Boisselle weg gekommen, // sind jetzt ca. 100 km von dort entfernt. // Bin Gott sei Dank noch gesund. // Herzliche Grüße in der Hoffnung auf baldige // Frieden. // Gott mit uns. // Auf Wiedersehen

3: Feldpostkarte, 16. Mai 1915

Absendeort: Maubeuge { Maubeuge ist eine nordfranzösische Stadt auf beiden Seiten des Flusses Sambre und südwestlich}

Truppenzugehörigkeit: 58. Reserve-Division, Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 120, II. Bataillon, 6. Kompanie, z.Zt. Festungslazarett I Maubeuge, Nordfrankreich

Dienstgrad: Landwehrmann
Lieber Herr Pfarrer! // Bitte die längere Nichtbenachrichtigung // zu entschuldigen. Wir hatten in letzter // Zeit schwere Gefechte, hatten auch große Verl. // Bin auch verwundet, Gott sei Dank nicht // gefährlich. Liege seit 8 Tagen hier im Lazarett. // Es geht mir Gott sei Dank ganz ordentlich. // Meine Adr.: Deutsches Festungslazarett I // Res. Inf. Reg. // Herzliche Grüße Ihr // dankb. Ernst Walter

4: Feldpostkarte, 26. Mai 1915

Absendeort: Maubeuge

Truppenzugehörigkeit: 58. Reserve-Division, Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 120, II. Bataillon, 6. Kompanie, , z.Zt. Festungslazarett I Maubeuge, Nordfrankreich

Dienstgrad: Landwehrmann

Wir haben wieder einmal eine sehr // schwere Zeit hinter uns, über die hinweg, // wenn ich zurück denke fast unmöglich // … zurkommen?, jedoch bei Gott ist kein Ding unser. // An der Lorettohöhe hatten 2 andere Reg. Ihre Stellung // verloren, wir wurden alarmiert u. bei hellem // Mittag zum Sturm ansetzen, um die v. Gegner bes. // Gräben wieder zurück

erkämpfen, was uns auch z. Teil // gelang, wobei ich verwundet wurde. // Herzl. Gruß E. Walter // Gott mit uns.

5: Feldpostkarte, 3. Juli 2015

Absendeort: Russland am Narew

Truppenzugehörigkeit: 58. Reserve-Division, Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 120, II. Bataillon, 6. Kompanie

Dienstgrad: Landwehrmann

Geehrter Herr Pfarrer! // Im Besitze Ihres Zugesandten kann ich // Ihnen mitteilen, daß es mir Gott sei // Dank noch ordentlich geht. Sie werden // überrascht sein, daß ich von Rußland // schreibe! Ja, wir sind rasch hierher // gekommen, sind durch d. Deutsche Reich // quer durchgefahren von West // nach Osten. Wir waren zuletzt in // Frankreich südl. Arras, Souchez, Lorettohöhe u. Labrint, haben dort schwer zu kämpfen // gehabt. Hier in Rußland liegen // wir am Narew bei Ostrolonka { Ostrolonka ist deutsche Schreibweise von Olstroleka – heute polnische Stadt am Narew}  // u. Lomza{ Lomza (deutsch: Lomschau) ist ebenfalls eine heute polnische Stadt am Narew}  Unsere Pagage { Pagage – gemeint ist Bagage – darunter ist der Tross beim Militär zu verstehen}  hat es // nicht leicht hier, weglose sandige // Gegend, somit Verpflegung sehr spärlich. // Nun, es ist nichts zu machen, man // muß sich in alles schicken können. // Mache meinen herzlichen Dank für // Zugesandtes u. grüße Sie herzlich Ernst Walter // Gott mit uns auf Wiedersehen.

6: Bildpostkarte mit Ozeanriese „Imperator“ in Hamburg, 18. August 1915

Absendeort: Hamburg

Truppenzugehörigkeit: 58. Reserve-Division, Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 120, II. Batail= lon, 6. Kompanie, z.Zt. Marinelazarett Hamburg

Dienstgrad: Landwehrmann

Bin verw. von Rußland // kommt{muss heißen: gekommen}. Hier im Marinelazarett // geht es mir aber Gott sei Dank // ganz gut. Gedenk bald weiter // befördert zu werden. Herzliche // Grüße Ernst Walter // Marine- Lazarett-[…] // Hamburg 28.

7: Feldpostkarte, 1. Juli 1916

Feldpostkarte, 1. Juli 1916

Absendeort:

Truppenzugehörigkeit: 183. Infanterie-Division, Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 122, III. Bataillon, Stab

Dienstgrad: Landwehrmann

Geehrter Herr Pfarrer! // Im Besitze Ihres Zugesandten möchte // ich mich herzlich bedanken. Kann // ich Ihnen mitteilen, daß es // mir Gott sei Dank immer // noch gut geht. War auf Urlaub, // habe Sie besuchen wollen, konnte // Sie aber leider nicht an= treffen. // Herzliche Grüße Ihr dankb. // Ernst Walter

 

8: Feldpostkarte, 26. Juli 1916

Absendeort:

Truppenzugehörigkeit:183. Infanterie-Division, Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 122, Stab III. Bataillon

Dienstgrad: Landwehrmann

Geehrter Herr Pfarrer! // Herzlichen Dank für Zugesandtes. // Bin Gott sei Dank immer noch // gesund, was ich von Euch auch // hoffe. Haben einmal wieder // eine schlimme Zeit hinter uns. // Gott mit uns. Herzl. Grüße // Ihr Ernst Walter

9: Feldpostkarte, 12. Oktober 1916

Absendeort: Frankreich

Truppenzugehörigkeit: 183. Infanterie-Division, Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 122, Stab III. Bataillon

Dienstgrad: Landwehrmann

Geehrter Herr Pfarrer! // Im Besitze Ihres zugesandten Gemeindeblatt // mache ich meinen herzlichsten Dank // und kann Ihnen mitteilen, daß es // mir verhältnis= mäßig immer noch // Gott sei Dank gut geht. Wir sind zwar // z.Z. in keiner beneidenswerten Lage // a.d.S. {= an der Somme} Herzliche Grüße Ihr dankb. Ernst Walter

10: Feldpostkarte, 3. November 1916

 

Absendeort: Vogesen

Truppenzugehörigkeit:  183. Infanterie-Division, Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 122, Stab III. Bataillon

Dienstgrad: Gefreiter

Lieber Herr Pfarrer. // Nach längeren Hin- und Herfahrten von // der Somme, wo wir 2mal eingesetzt waren, [sind wir]  hier in dem Vogesengebirge angekommen, // wo wir jetzt eine sehr ruhige Stellung haben // u. uns nach den Strapazen auch wirklich // er= holen können, wenn´s uns vergönnt ist, länger // hier bleiben zu dürfen. L. H. Pf., habe heute // das Gemeindeblatt u. anderes erhalten, wofür // ich herzlich danke. Kann nun auch sagen, // daß ich von den letzten Sommekämpfen // Gott sei Dank wieder fast heil u. gesund // durchge= kommen bin u. grüße Herrn // Pfarrer herzlich Ihr dankbarer // Ernst Walter

 

11: Feldpostkarte, 12. März 1917

Absendeort: Im Feld

Truppenzugehörigkeit: 183. Infanterie-Division, Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 122, Stab III. Bataillon

Dienstgrad: Gefreiter

Im Feld den 12. März 1917 //Geehrter Herr Pfarrer! // Im Besitze Ihres gestern Zugesandten, wofür ich Ihnen herzlich danke, // kann ich Ihnen Gott sei Dank mitteilen, // daß ich immer noch gesund bin, // was in unserer Lage die Haupt= // sache ist. Möchte noch Herrn Pfarrer // meinen herzl. Dank aussprechen // für die gütigen Besuche meiner // schwer kranken lieben Mutter, // der es wie ich höre auch Gott sei // Dank wieder besser geht. Kann Herrn Pfarrer auch mitteilen, daß Be= weis // der Anerkennung meiner Vorgesetzten // mir das E.K. I. Klasse verliehen // wurde. Nun erlaube ich mir einen // herzlichen Gruß Ihr dankb. Ernst Walter

12: Feldpostkarte, 17. August 1917

Absendeort: Russland

Truppenzugehörigkeit: 183. Infanterie-Division, Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 122, Stab III. Bataillon

Dienstgrad: Gefreiter

Sehr geehrter Herr Pfarrer! // Im Besitze Ihres Zugesandten kann ich // auch Gott sei Dank mitteilen, daß es mir // verh. wieder ordentlich geht. Bin seit // 21. v. Mts. hier im Laz., bin am Malaria= // fieber erkrankt. Auf ges. Wieder= sehen u. // die herzl. Grüße // Ihr erg. Ernst Walter

Beigefügt sind 6 leere, zurück gekommene Umschläge sowie 1 Zettel mit folgender Adresse: Ernst Walter, 58. Infanterie-Division, 116. Infanterie-Brigade, Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 120, 6. Kompanie

Aktualisiert am: 04.04.2018

Eugen Wörner (*9.7.1876){{ Beigefügt sind 3 leere Umschläge, mit denen Eugen Wörner Briefe an Pfarrer Pressel gesandt hat}}

Inhaltsverzeichnis
  1. Quellenangabe
  2. Kurzbiografie
  3. 1: Bildpostkarte von Ulm, 24. September 1914
  4. 2: Feldpostkarte, 4. Oktober 1914
  5. 3: Bildpostkarte von Worms, 4. Oktober 1914
  6. 4: Feldpostkarte, 22. Oktober 1914
  7. 5: Feldpostbrief, 24. Oktober 1914
  8. Feldpostkarte, 16. November 1914
  9. 6: Feldpostkarte, 28. November 1914
  10. 7: Feldpostbrief
  11. 8: Feldpostkarte, 13. Dezember 1914
  12. Feldpostkarte, 18. Dezember 1914
  13. 9: Feldpostkarte an Fräulein Pressel{vermutlich die Schwester von Pfarrer Pressel}, 23. Dezember 1914
  14. 9.1: Feldpostkarte, 25. Dezember 1914
  15. 10: Feldpostkarte, 3. Januar 1914
  16. 11: Feldpostkarte, 29. März 1915
  17. 12: Feldpostbrief, 31. März 1915
  18. 13: Feldpostkarte, 28. April 1915
  19. 14: Bildpostkarte von Somme-Py, 20. Mai 1915
  20. 15: Feldpostkarte, 3. Juni 1915
  21. 16: Feldpostkarte, 9. Juni 1915
  22. 17: Feldpostkarte, 26. Juli 1915
  23. 18: Feldpostkarte, 8. September 1915
  24. 18.1: Feldpostkarte, 23. Oktober 1915
  25. 19: Bildpostkarte von Varennes, Kriegerfriedhof, 25. Dezember 1915
  26. 20: Feldpostkarte, 8. Februar 1916
  27. 21: Bildpostkarte von Verdun, Neue Brücke, 30. März 1916
  28. 22: Feldpostkarte, 7. April 1916
  29. 23: Feldpostkarte, 30. April 1916
  30. 24: Kunstpostkarte „Fröhliche Pfingsten“, 9. Juni 1916
  31. 25: Feldpostkarte, 1. Juli 1916
  32. 26: Bildpostkarte von Westerburg, Schloßberg, 29. Juli 1916
  33. 27: Bildpostkarte aus Seedorf, 8. September 1916
  34. 28: Bildpostkarte von Lille, Porte de Paris, 9. April 1917
  35. Anhang

Quellenangabe

LKA Stuttgart, Pfa Schornbach, Nr. 576

Kurzbiografie

Eugen Wörner aus Schornbach war Schuhmacher und Mesner. Er ist eingerückt am 23. 08.1914 als Landwehrmann beim Landwehr-Infanterie-Regiment Nr.  124, II. Bataillon, 7. Kompanie. Im Feld war er überwiegend in den Argonnen und Champagne stationiert. Von Anfang Juni bis Anfang September 1917 befand er sich im Lazarett. Es ist nicht bekannt, ob er verwundet war oder wegen Krankheit ins Lazarett kam. Nach seinem Lazarettaufenthalt war er Kommandeur beim Arbeitskommando der Gemeinde Seedorf, Oberamt Oberndorf am Neckar. Reklamiert ab September 1917. Er wurde mit der Silbernen Militär-Verdienst-Medaille ausgezeichnet.{Entnommen aus dem Eisernen Buch der Gemeinde Schornbach und den Gemeindeblättern der Ev. Kirchengemeinde Schornbach, Buhlbronn und Mannshaupten}

1: Bildpostkarte von Ulm, 24. September 1914

Absendeort: Ulm

Truppenzugehörigkeit:Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 124, II. Bataillon, 7. Kompanie

Dienstgrad: Landwehrmann

Herrn Pfarrer Preßel. // Ihren Brief habe ich erhalten // wo für ich beßtens danke, // es geht mir gut, bin immer // Gesund. Wann wir fort // kommen von Ulm ist uns // unbekannt, wir stehen // immer in Bereitschaft, bekommen // auch seit, daß wir in // Ulm sind Kriegslöhnung. // Es grüßt Sie u. Ihre Famiele // Eugen Wörner

2: Feldpostkarte, 4. Oktober 1914

Absendeort: Ulm

Truppenzugehörigkeit:

Dienstgrad:

Herrn Pfarrer Preßel! // Heute ab nach Frankreich! // Mit freundlichem // Gruß // Eugen Wörner

3: Bildpostkarte von Worms, 4. Oktober 1914

 

Absendeort: Worms

Truppenzugehörigkeit:

Dienstgrad:

Herrn Pfarrer // Sende Ihnen viele // Grüß. // Wir wurden in // Worms gut gesegnet // Eugen Wörner

4: Feldpostkarte, 22. Oktober 1914

Absendeort:  Epinonville { Epinoville heißt richtig: Epinonville und ist eine französische Ge= meinde in Lothringen bei Verdun lt. Google}

Truppenzugehörigkeit: Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 124, II. Bataillon, 7. Kompanie

Dienstgrad: Landwehrmann

Herrn Pfarrer Preßel! // Wir senden Ih= nen vom Feindesland viele Grüße. // Es geht uns soweit gut und sind alle noch // Gesund! // Auf baldiges Wiedersehen // Eugen Wörner // Gehrter Herr Pfarrer! // Sende Ihnen auch die // allerbesten Grüße, u. mache // zugleich meinen besten // Dank für die Blätter. // Grus Fr. Bürk {Bürk, Friedrich siehe Findbuch Nr. 358}.// Karl Käser{Käser, Karl siehe Findbuch Nr. 432 oder 433}. // Motto! // Wenn auch der Hoffnung // letzter Anker bricht // verzage nicht.

5: Feldpostbrief, 24. Oktober 1914

Absendeort: La Grange du Bois {vermutlich eine französische Gemeinde in Lothringen}

Truppenzugehörigkeit:

Dienstgrad:

Sehr Geehrter Herrn Pfarrer // Die Blätchen, welche Sie mir zuge= // schickt haben, habe ich erhalten, // wofür ich besten Dank sage. Es freut einen // jeden wenn er von Hauße oder von // der Heimat ein Blat bekommt in // Frankreich giebt sonst nichts zu leßen // überhaupt Christliche Blätter nicht // Es langt bald ein jeder danach, // selber die vorher nichts glaubten. // Sehr Geehrter Herrn Pfarrer ich // glaube, daß später nach beendig= // ung des Krieges ein mancher // beßer zufrieden ist, u. manche // Haushaltung u. Ehe glücklicher als // vor dem Ausbruch des Krieges // Bald ein jeder spricht er wolle // nachher nichts mehr klagen wenn // er nur Gesund nach Hauße // komme. Auch wann die Granaten // pfeifen so greift der roheste // nach dem Gebetbuch. // Auch darf Deutschland froh sein u. // unserm Gott danken daß der  // Kriegsschauplatz sich nicht auf // deutschem Boden abspielt, es ist // unbeschreiblich wie es in Frankreich // aussieht, ganze Dörfer zusammen // geschoßen oder abgebrannt. // Die Bewohner haben sich geflüchtet // hie und da sieht man einen // Zivilisten oder kleine Kinder // welche sich nicht flüchten konnten // Die Ernte steht teilweiß noch draußen // u. wird zu sammen getreten. // In Deutschland hat man doch Ernten // können aber in Frankreich ist es // das nächste Jahr nochmals gefehlt // was zum Teil von unsere Bewohnern // gar nicht geachtet wird. // In Frankreich ist auch mancher // Ausmarschiert Weib u. Kinder // haben kein Obdach mehr, schließlich // ist der Mann gefallen u. die Frau // ist gar nicht mehr im Stand ein eigenes // Obdach zu bekommen, was bei uns // doch nicht der Fall ist, deshalb // sollte bei uns niemand klagen // weil dießes Elend nicht ist. // Sehr Geehrter Herr Pfarrer, ich habe // auch schon an Sie u. Ihr Christen= // lehr pflichtige Söhne gedacht // weil sie immer Unerlaubter weiße // die Christenlehre versäuten ich // glaube, daß wann Sie das Elend // sehen würden, würden Sie beßer // folgen u., vielleicht auch die Eltern wann Sie // das sehen würden, würden Sie // Ihre Söhne beßer vornehmen. // Es grüßt Sie u. Ihre // Familie // Eugen Wörner

Feldpostkarte, 16. November 1914

Absendeort: Varinnes {muss Varennes heißen; französische Gemeinde in den Argonnen}

Truppenzugehörigkeit: 5. Armeekorps, 2. Division, Landwehr-Regiment Nr. 124, II. Bataillon, 7. Kompanie

Dienstgrad: Landwehrmann

Sehr Geehrter Herrn Pfarrer! // Das Gemeindeblatt habe ich von Ihnen erhalten, // wofür ich bestens Dan= ke. Es geht mir gut, u. bin immer Gesund. Es grüßt Sie u. Ihre Famiele, // auch viele Grüße an den Verehrlichen // Kirchengemeinderat. // Eu= gen Wörner

6: Feldpostkarte, 28. November 1914

Absendeort: Kriegsschauplatz, Schützengraben

Truppenzugehörigkeit:

Dienstgrad:

Sehr Geehrter Herrn Pfarrer! // Zu meiner größten Überraschung, sowie zu meiner größten // Freude habe ich die Liebesgabe von Ihnen erhalten, auch // von der Else {gemeint ist Else Pressel, die Schwester des Pfarrers Pressel} aus Cannstatt u. sage meinen innigsten // Dank dafür. Brief folgt, ich kann nicht viel schreiben // da wir wirklich immer in Stellung sind, bin // im= mer gesund, was ich von Ihnen u. Ihrer Famiele auch // hoffe. Gruß aus dem Schützengraben // Eugen Wörner.

7: Feldpostbrief

Absendeort: Kriegsschauplatz

Truppenzugehörigkeit:

Dienstgrad:

// Hochverehrter Herrn Pfarrer // Mein innigstes Dankgefühl verlangt es // einige Zeilen an Sie zu schreiben, wie // froh ist man im Kriege, wenn man von // seinen Lieben Heimatsleute etwas erfährt // daher freute es mich doppelt, daß Sie so // Liebevoll an mich gedacht haben, u. sage // meinen innigsten Dank für die Liebesgabe // welche Sie mir geschickt haben. // Sehr Geehrter Herrn Pfarrer, gesund bin // ich bis heute noch, was ich von Ihnen // u. Ihrer Famiele auch hoffe. // Wir sind faßt alle Tage im // Schützengraben, wo es wirklich ziehmlich // naß zugeht, kein Sonn u. Feßttag giebt // es nicht am 1. Advent standen wir ½ m // im Schützengraben im Wasser es ist // oben zu den Stiefelrohr eingelaufen. // Unsre Stellung ist zwischen Verdun // u. Reims eine erste Stellung, wir // haben den Auftrag die  Stellung zu // halten bis die Flügel beßer zusammen // getrieben sind. Die Franzoßen propieren // es auch manchmal mit einem Ausbruch // werden aber immer zurückgewießen. // Unter Artilleriefeier haben wir mehr // zu leiden als unter Infanterie feier. // Im Schützengraben hatt man doch gegen // das Infantrie [fehlt]Schutz mit ausnahme //  wenn man Flanken feier bekommt, was // wir auch schon bekommen haben. // Wir stehen halt immer in Lebens gefahr // doch hatt uns der liebe Gott immer // wieder heraus geholfen u. wird auch // weiter helfen. // Es tut mir Leid, daß ich längere Zeit // Sie nicht benachrichtigt  habe, wenn mann // in Reserve Stellung einmal kommt // so hatt man doch keine günstige Gelegen= // heit zu schreiben, wenn man in // zusammen geschoßene Häußer Ställe // u. Keller logieren muß. // Es grüßt Sie u. Ihre Famiele // Eugen Wörner // baldiges Wiedersehen, // aber vor Oestern // jedenfalls nicht.

8: Feldpostkarte, 13. Dezember 1914

Absendeort: Kriegsschauplatz

Truppenzugehörigkeit: Landwehr-Regiment Nr. 124, II. Bataillon, 7. Kompanie

Dienstgrad: Landwehrmann

Sehr Geehrter Herrn Pfarrer! // Das Weihnachts Paket habe ich erhalten, // ich sage bei Ihnen, sowie bei dem // Kollegium meinen beßten Dank. // Gesund bin ich heute noch, // was ich von Ihnen u. Ihren ange= // hörigen auch hoffe. // Es geht mir soweit gut, ich darf // nicht mehr immer in Schützengraben, // muß zum teil auf dem Hand= // werk arbeiten. // Es grüßt Sie mit Ihrer // Familie. Eugen Wörner

Feldpostkarte, 18. Dezember 1914

Absendeort: Servon {Servon ist eine französische Gemeinde in den Argonnen mit Kriegs= gräberfriedhof Servon-Melzicourt}

Truppenzugehörigkeit:

Dienstgrad:

Sehr Geehrter Herr Pfarrer! // Im Besitz Ihres werten Schreiben, // verbunden mit gratulation zu der // glücklichen Geburt eines Knabens, danke ich Ihnen Herzlich. Es // freut mich besonders, daß Sie dafür // sorgen, daß Seine Majestet der // König die Patenstelle vertreten // wird. In dieser schweren Zeit, ist // dießer Fall desto rechter u. verdint // doppelte Weise. Wenn der Vater // von 9 Kinder im Felde, in // vorderster Linie vor dem // Feinde steht u. für Kö= nig u. // Vaterland kämpft, wird Ihre // Meiestät der König, mit beson= der // Freude die Patenstelle annehmen. // Für Ihre Mühe, welche Sie an meinen // lieben Familie erweißen, sage ich Ihnen // zum voraus beßten Dank. // Mir geht es soweit gut, was ich auch // von meinen lieben zu Hauße hoffe. // Ihnen frohe Weihnachten u. ein gesegnetes // gesundes neues Jahr wünschend // Grüßt Sie Herzlich // Ihr Mesner // Eugen Wörner.

9: Feldpostkarte an Fräulein Pressel{vermutlich die Schwester von Pfarrer Pressel}, 23. Dezember 1914

Absendeort: Kriegsschauplatz

Truppenzugehörigkeit: Landwehr-Regiment Nr. 124, II. Bataillon, 7. Kompanie

Dienstgrad: Landwehrmann

Verehrliche! // Mein innigstes Dankgefühl ver= // langt es, einige Zeilen zu schreiben. // Wie froh ist man im Krieg wenn // man von seinen lieben Heimatsleute // etwas erfährt, daher freut es // mich doppelt, daß Sie so Liebe= // voll an mich gedacht haben // ich sage daher meinen beßten Dank // für die Innige teilnahme welche Sie // mir erwießen habt. Gesund bin // ich bis heute noch, desgleichen ich Ihnen // auch von Herzen wünsche. // Hochachtungsvoll // Eugen Wörner // Auch fröhliche Weihnachten

9.1: Feldpostkarte, 25. Dezember 1914

Absendeort: Autre {Wurde als Autre gelesen, konnte aber in Google und ADAC-Atlas nicht gefunden werden}

Truppenzugehörigkeit:

Dienstgrad:

Sehr Geehrter Herrn Pfarrer. // Ihr lieben Brief habe ich am heiligen Abend er= // halten, danke beßtens für die Blättchen. // Der Trutel? Ihren Wunsch werde ich gern besorgen, // soweit es mir möglich ist, schade ist, daß // ichs nicht einige Wochen bälder wußte, als // wir in Varinnes {Varinnes muß Varennes heißen – ist eine französische Gemeinde in den Argonnen}waren, waren wir // im Schloß Ein= quartiert, in welchem // sich eine großartige Bibloteke befand, da // war eine große Schachtel mit Brief= // marken, eine Sammlung, aber dort= mals // dachte ich nicht, daß ich jemand damit // erfreuen kann. // Sehr Geehrter Herr Pfarrer, es wurde bei // uns im Felde auch der heilige Abend gefeiert, // es wurde ein großes Zelt aufgeschlagen, // in wel= chem sich ein Batallion aufstellen // konnte, es war sehr schön ausge= schmückt // mit Tannenbäumen und Tannenreisig, auch // war elek= trische Beleuchtung darinnen. // Es wurden verschiedene schöne Weihnachts= // lieder gesungen begleitet mit Harmon= // ium auch spielte abwechslungsweiße  // die Musik, verschiedene Offizier hiel= ten // Ansprachen. Es fiel aber manchem Kameraden // schwer, u. mancher feierte es ernster als // früher zu Hauße. // Dagegen die Ka= meraden, im Schützengraben // konnten es nicht feiern, denn man hörte // den ganzen Tag u. Nacht, das donnern // der Kanonen u. In= fantriefeier u. // Maschinen Gewehre so heftig wie es in // den letzten Wochen gar nicht statt gefunden // hatt. // Möge uns Gott den Frieden bald senden. // Es grüßt Sie mit aller Hochachtung // Ihr Mesner // Eugen Wörner // Heute kamen bei unsrer Stellung // 21. Militär Züge an.

10: Feldpostkarte, 3. Januar 1914

 

Absendeort: Grandhamm {Ortsname konnte nicht geklärt werden}

Truppenzugehörigkeit: Landwehr-Regiment Nr. 124, II. Bataillon, 7. Kompanie

Dienstgrad: Landwehrmann

Sehr Geehrter Herrn Pfarrer! // Das Blättchen welches Sie mir geschickt habt, // habe ich erhalten, wofür ich beßtens danke. // Es geht mir gut, bin immer gesund // des gleichen ich Ihnen auch wünsche. // Es grüßt Sie Achtungsvoll // Eu= gen Wörner   

11: Feldpostkarte, 29. März 1915

Absendeort: Vauqois {Vauquois ist eine französische Gemeinde in Lothringen, ca. 35 km nordwestlich von Verdun}

Truppenzugehörigkeit: Landwehr-Regiment Nr. 124, II. Bataillon, 7. Kompanie

Dienstgrad: Landwehrmann

Sehr Geehrter Herrn Pfarrer! // Beßten Dank für die Blättchen // es geht mir soweit gut, bin // immer gesund, was ich Ihnen u. Ihren Angehörigen auch wünsche. // Brief folgt wir sind wirk= lich // in Stellung. // Es grüßt Achtungsvoll // Ihr Meßner // E. Wörner

12: Feldpostbrief, 31. März 1915

Absendeort: Vauqois

Truppenzugehörigkeit:

Dienstgrad:

Sehr Geehrter Herrn Pfarrer! // Endlich kome ich auch dazu Ihnen wieder // einige Zeilen zu schreiben u. mache zu= erst // meinen beßten Dank für die Blättchen // u. für das Büchlein wel= ches ich erhalten habe. // Sehr Geehrter Herrn Pfarrer wir sind wirklich // seid 24. März auf der Höhe von Vauquois // auf der Höhe war unsre 6. Kompagnie die // viele Verlußte erhalten hatt. Vauquois // ist an= fangs Oktober noch ein stolzer Ort // geweßen, insbesonders schaute die Kirche // stolz in das Thal herein, als wir noch // in dem Scheppy= wald {richtig: Cheppywald in der Nähe von Verdun} waren. Am 7. // September hatten die Deutschen die Höhe // zum ersten mal, konnte Sie aber nicht be= // haupten u. mußten wieder zurück, u. seit= // dem wird Sie von beiden Seiten von der // Artellerie schwer beschoßen so, daß // der ganze Ort vollständig vernichtet // ist keine Straße ist nicht mehr zu // sehen, die Kirche war mitten im Ort // u. der Friedhof gleich dahinter, unsere // Schützengräben laufen über den Friedhof, // im deutschen Schützengraben sind die // Knochen u. Schädel von den Toten zu // sehen welche darin begraben waren, es // ist ein schauerlicher Anblick ich glaube, // daß in ganz Frankreich keine solche // Stellung mehr zu sehen ist, bei dießem // Ort heißt es auch gewiß es bliebe kein // Stein auf dem andern, die Schützengräben // sind nur 30 u. 40 M voneinander entfernt, // so daß sich die Deutschen u. Franzoßen gut // mit einander verständigen könnten aber bei // der Landwehr von Württemberg giebt es das // nicht nur beim Landwehr Rgt. No. 118. Mord= // waffen haben wir genug, Mienenwerfer, // Handgranaten und Maschinengewehr auch // schwere Atellerie,die Höhe bekommen sie absolut  // nicht mehr, seid 16. Febr. wird um die Höhe // gekämpft, doch merkt man ganz gut, daß // auf Französischer seite das Feuer nach // läßt, doch wird auf deutscher Seite der // Berg Untermoniert, es arbeiten Tag u. // Nacht Bergleute auch ist ein Motor auf // gestellt welcher ebenfalls immer in Betrieb // ist // falls wir die Höhe nicht halten könen so // wird er in die Luft gelaßen. // Sehr Ge= ehrter Herrn Pfarrer, wenn wir abgelößt // werden, wiesen wir nicht, recht wäre // es uns auch, es ist für uns alte Landwehr= // leute auch eine schwer Aufgabe immer in // erster Lienea) besonders auf einer solchen Stelle, aber // es hat sich bewießen, daß die alte Leute // beß= er standhalten als die Junge, ich bin // abergern mit meinem Schiksal zufrieden // wenn ich nur jeden Tag Gesund mitmachen // kann, der l. Gott hatt mir seidher geholfen // u. wird auch weiter helfen, auch habe ich // meine Pflicht erfüllt ob ich im Schützen= // graben war oder auf meinem Handwerk // beschäftigt. Es grüßt Sie, auch Ihre // Familie ergebenst // Ihr Meßner E. Wörner

13: Feldpostkarte, 28. April 1915

Absendeort: Montpleiville {konnte nicht gefunden werden}

Truppenzugehörigkeit:

Dienstgrad:

Sehr Geehrter Herrn Pfarrer // Ich erlaube mir, der Else ein kleines Geschenk // zu schicken, da Sie auch schon so Liebevoll // an mich gedacht hatt. // Es grüßt Sie Hochach= tungsvoll // E. Wörner

14: Bildpostkarte von Somme-Py, 20. Mai 1915

Absendeort:  Charleville-Méziéres

Truppenzugehörigkeit: Kriegslazarett in Charleville-Méziéres

Dienstgrad:

Sehr geehrter Herrn Pfarrer // Bin in Frankreich wieder // gut ange= kommen. Es grüßt // Sie freundlichst Ihr Meßner // Wörner

15: Feldpostkarte, 3. Juni 1915

Absendeort: Grandhamm {Ortsname ungeklärt}

Truppenzugehörigkeit: Landwehr-Regiment Nr. 124, II. Bataillon, 7. Kompanie

Dienstgrad: Landwehrmann

Sehr geehrter Herr Pfarrer! // Das Blättchen, welches Sie mir geschickt haben, // habe ich erhalten, wofür ich bestens danke. // Es geht mir gut, bin immer gesund, // das gleiche ich Ihnen auch wünsche. // Es grüßt Sie achtungsvoll // Eugen Wörner   

 

16: Feldpostkarte, 9. Juni 1915

Absendeort: Kriegsschauplatz

Truppenzugehörigkeit: Landwehr-Regiment Nr. 124, II. Bataillon, 7. Kompanie

Dienstgrad: Landwehrmann

// Sehr Geehrter Herrn Pfarrer! // Beßten Dank für die Blättchen, es geht // mir gut, bin immer Gesund, was ich Ihnen // auch von Herzen wünsche. // Es grüßt Sie Achtungs= voll // E. Wörner

17: Feldpostkarte, 26. Juli 1915

Absendeort: Kriegsschauplatz

Truppenzugehörigkeit: Landwehr-Regiment Nr. 124, II. Bataillon, 7. Kompanie

Dienstgrad: Landwehrmann

Sehr Geehrter Herrn // Pfarrer! // Die Blättchen habe ich erhalten, beßten // Dank dafür. Gesund bin ich noch // was ich Ihnen u. Ihren Angehörigen // auch wünsche. Man darf unserm // l. Gott danken, wenn man immer // wieder schreiben kann, daß man // noch Gesund ist. // Es grüßt Sie u. Ihre // Famiele: // Eugen  Wörner

 

18: Feldpostkarte, 8. September 1915

Absendeort:

Truppenzugehörigkeit: Landwehr-Regiment Nr. 124, II. Bataillon, 7. Kompanie

Dienstgrad: Landwehrmann

// Sehr Geehrter Herrn Pfarrer! // Ihr Blättchen habe ich erhalten, beßten Dank // dafür, es geht mir soweit gut u. bin auch // immer Gesund, was ich Ihnen auch wünsche. // Es grüßt Sie Hochachtungsvoll // Eugen Wörner

18.1: Feldpostkarte, 23. Oktober 1915

Absendeort: Kriegsschauplatz

Truppenzugehörigkeit: Landwehr-Regiment Nr. 124, II. Bataillon, 7. Kompanie

Dienstgrad: Landwehrmann

Sehr Geehrter Herr Pfarrer! // Die Blättchen hab ich erhalten beßten Dank // dafür, Gesund bin ich gottlob immer, was // ich Ihnen u. Ihren Angehörigen auch wünsche // Es grüßt Sie freundlichst // Eugen Wörner

19: Bildpostkarte von Varennes, Kriegerfriedhof, 25. Dezember 1915

Absendeort: Kriegsschauplatz

Truppenzugehörigkeit: Landwehr-Regiment Nr. 124, II. Bataillon, 7. Kompanie

Dienstgrad: Landwehrmann

Geehrter Herrn Pfarrer! // Bin gut in Frankreich ange= // kommen, es geht mir auch // soweit gut. Ich glaube, daß // ich bald wieder nach Deutsch= // land zurück komm. // Es grüßt Sie u. Ihre // Familie: Eugen Wörner

20: Feldpostkarte, 8. Februar 1916

Absendeort: Kriegsschauplatz       

Truppenzugehörigkeit: Landwehr-Regiment Nr. 124, II. Bataillon, 7. Kompanie

Dienstgrad: Landwehrmann

Geehrter Herrn Pfarrer! // Die Blättchen habe ich erhalten, beßten Dank dafür. // Gesund bin ich gottlob immer, was ich Ihnen // u. Ihren Angehörigen auch wünsche. // Es grüßt Sie Achtungsvoll // Eugen Wörner

21: Bildpostkarte von Verdun, Neue Brücke, 30. März 1916

Absendeort: Kriegsschauplatz

Truppenzugehörigkeit: Landwehr-Regiment Nr. 124, II. Bataillon, 7. Kompanie

Dienstgrad: Landwehrmann

Geehrter Herrn Pfarrer! // Die Blättchen habe ich erhalten, beßten Dank dafür. // Gesund bin ich gottlob immer, was ich Ihnen // u. Ihren Angehörigen auch wünsche. // Es grüßt Sie Achtungsvoll // Eugen Wörner

22: Feldpostkarte, 7. April 1916

Absendeort: Kriegsschauplatz

Truppenzugehörigkeit: Landwehr-Regiment Nr. 124, II. Bataillon, 7. Kompanie

Dienstgrad: Landwehrmann

// Zu meiner größten Überraschung, sowie zu // meiner größten Freude, erhielt ich von meinem // Weib die Nachricht, daß Sie durch den Herrn // Pfarrer vom Kriegsministerium 40 M // erhalten habe. Ich sage daher bei Ihnen meinen // beßten Dank, vielleicht kann ich Ihnen // später, wann ich nach dem Kriege zurück // komme, auch einen Liebesdienst erweißen oder // sollte es mir beschieden sein im Felde zu // sterben so möge es Ihnen der lie= be Gott // vergelten. Gesund bin ich immer was ich Ihnen // u. Ihrer Famiele auch von Herzen wünsche. // Es grüßt Sie Hochachtungsvoll // Eugen Wörner

 

23: Feldpostkarte, 30. April 1916

Absendeort:        

Truppenzugehörigkeit: Landwehr-Regiment Nr. 124, II. Bataillon, 7. Kompanie

Dienstgrad: Landwehrmann

Sehr Geehrter Herrn Pfarrer! // Das Gemeindeblatt habe ich erhalten, besten Dank // dafür. Gesund bin ich gottlob immer was // ich Ihnen u. Ihren Angehörigen auch wünsche. // Hochach tungsvoll grüßt Sie u. Ihre // Familie Eugen Wörner

24: Kunstpostkarte „Fröhliche Pfingsten“, 9. Juni 1916

Absendeort: Möllingen, Post Caden {Ortsteil der Ortsgemeinde Kölbingen im Westerwald und gehört  mit Kaden (früher: Caden) der Verbandsgemeinde Westerburg an}

Truppenzugehörigkeit: Landwehr-Regiment Nr. 124, II. Bataillon, 7. Kompanie, z.Zt. Vereins= lazarett Möllingen, Post Caden (Westerwald)

Dienstgrad: Landwehrmann

Geehrter Herrn Pfarrer! // Teile Ihnen mit, daß ich hier im // Vereinslazeret bin. Es geht mir // soweit gut, habe eine ganz gute // Behandlung. Es grüßt Sie u. Ihr // Famiele Eugen Wörner

25: Feldpostkarte, 1. Juli 1916

Absendeort:  Möllingen  (Westerwald), Post Caden

Truppenzugehörigkeit: Landwehr-Regiment Nr. 124, II. Bataillon, 7. Kompanie, z.Zt. Vereins= lazarett Möllingen, Post Caden (Westerwald)

Dienstgrad: Landwehrmann

Geehrter Herrn Pfarrer! // Besten Dank für die Blättchen, es geht mir // soweit gut, nur geht es mit der Beßerung // etwas langsam. // Es grüßt Sie u. Ihre Familie // Eugen Wörner

26: Bildpostkarte von Westerburg, Schloßberg, 29. Juli 1916

Absendeort: Möllingen  (Westerwald), Post Caden

Truppenzugehörigkeit:Landwehr-Regiment Nr. 124, II. Bataillon, 7. Kompanie, z.Zt. Vereins= lazarett Möllingen, Post Caden (Westerwald)

Dienstgrad: Landwehrmann

Geehrter Herrn Pfarrer! // Sende Ihnen viele Grüße, es geht mir // gut u. glaube, daß ich in dießer Woche // hier weg komme. // Es grüßt Sie u. Ihre Familie // Eugen Wörner.

27: Bildpostkarte aus Seedorf, 8. September 1916

Absendeort: Seedorf, Oberamt Oberndorf am Neckar {heute Ortsteil von Dunningen, Kreis Rottweil}

Truppenzugehörigkeit: Arbeitskommando der Gemeinde Seedorf, O./A. Oberndorf am Neckar

Dienstgrad: Kommandoführer

Geehrter Herrn Pfarrer! // Sende Ihnen viele Grüße, mein Kommando // gefällt mir gut, mit meinem nach //  Urlaub ist nichts geweßen, wie ich geglaubt // habe, die Sache geht durch Generalkommando // u. da geht es nicht so rasch. // Es grüßt Sie freundlichst u. Ihre Familie // E. Wörner

28: Bildpostkarte von Lille, Porte de Paris, 9. April 1917

Absendeort:

Truppenzugehörigkeit: Landsturm-Bataillon Biberach … /p>

Dienstgrad: Wehrmann

Geehrter Herrn Pfarrer // Sende Ihnen die beßte Grüße, es geht mir ganz gut, es ist // doch besser als bei der Land= wehr. // Es grüßt Sie u. Ihre Famiele // nochmals beßtens // Eugen Wörner

Aktualisiert am: 11.05.2018

Zipperle, Eugen

Inhaltsverzeichnis
  1. Quellenangabe
  2. Kurzbiografie
  3. 1: Feldpostkarte, 1. September 1914
  4. 2: Bildpostkarte von Ulm, 19. September 1914
  5. 3: Bildpostkarte vom Truppenübungsplatz Münsingen, 25. September 1914
  6. 4: Bildpostkarte vom Truppenübungsplatz Münsingen, 6. Oktober 1914
  7. 5: Feldpostbrief, 28. Oktober 1914
  8. 6: Feldpostkarte, 10. November 1914
  9. 7: 1 leerer Umschlag vom 14. November 1914
  10. 8: Feldpostkarte, 17. November 1914
  11. 9: Feldpostkarte, 18. November 1914
  12. 10: Feldpostbrief, 20. November 1914
  13. 11: Bildpostkarte von Bottrop, evang. Kirche, 22. November 1914
  14. 12: Feldpostkarte, 10. Dezember 1914
  15. Feldpostkarte, 14. Dezember 1914
  16. 13: Feldpostkarte, 21. Dezember 1914
  17. 14: Bildpostkarte, 24. Dezember 1914
  18. 15: Glückwunschkarte zum Neuen Jahr, o.D.
  19. 16: Feldpostkarte, 16. Juli 1915
  20. Anhang

Quellenangabe

LKA Stuttgart, Pfa Schornbach, Nr. 579

Kurzbiografie

Emil Zipperle (*8. Juli 1886)aus Schornbach wurde geboren in Balingen. Er war Schultheiß in Schornbach und ist am 29.08.1914 eingerückt als Gefreiter, später Unteroffizier mit dem 13. Königlich Württembergisches  Armeeekorps, Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 247, 1. Kompanie. Am 12.11.1914 wurde er an der Schulter verletzt (Fleischwunde) und kam am 14.11. 1914 ins Lazarett nach Bottrop und am 09.01.1915 ins Heimatlazarett nach Schorndorf. Entlassen wurde er am 02.08. 1915 und war von da ab reklamiert und nur noch garnisonsdienstfähig infolge mehrerer Ver= wundungen. Ausgezeichnet wurde er mit dem Eisernen Kreuz II. Klas= se. {Entnommen aus dem Eisernen Buch der Gemeinde Schornbach und  den Gemeindeblättern der Ev. Kirchengemeinde Schornbach, Buhl= bronn und  Mannshaupten beim Kirchenarchiv in Stuttgart sowie aus den übersandten Mitteilungen.} 

1: Feldpostkarte, 1. September 1914

Absendeort: Ulm

Truppenzugehörigkeit:  Ersatz-Regiment Nr. 127, 1. Ersatz-Kompanie Ulm (Donau)

Dienstgrad: Gefreiter

Geehrter Herr Pfarrer! // Endlich komm ich dazu Ih= nen ein // Lebenszeichen zukommen zu lassen. // Wir sind Sonntag Abend hiehergekommen // und liegen hier herum, weil gerade // am Sonntag zunächst ein letzter Trans= // port abging und wir nun wohl noch län= // gere Zeit warten  müssen, bis[wir] wieder // ins Feld kommen. Felddienstpflichtig bin // ich. Eine Unmaße Militär ist noch // hier, man macht sich kein Bild. Glau= // ben sollte man, es wäre alles aus= // ge= storben, statt daher wimmelt es nachge= // rade von Militär. Es geht mir gut // auch bin ich gottlob gesund. Mit Gottes // Hilfe hoffe ich es auch zu bleiben, um auch // wenn nötig mit hinauszuziehen. // Der Landsturm vergisst keine die 2jähr. // Mannschaft, … Jeden Tag kommen // hier gefangene Franzosen, Engländer u. // Belgier durch und in welcher Verfassung // und Aussehen!  Es geht gottlob immer // vorwärts und hoffen wir, daß der Ein= // marsch oder die Einschließung von Paris // nicht mehr lange auf sich warten läßt. // In nächster Zeit kommen die Freiwilligen // u. Ersatzreservisten von Münsingen zu= rück. // In nächster Zeit weiter. Seien Sie u. // Ihre werte Familie herzl. gegrüßt Ihr E. Zipperle

 

2: Bildpostkarte von Ulm, 19. September 1914

Absendeort: Ulm

Truppenzugehörigkeit:Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 247, 1. Kompanie, z.Zt. Böttingen bei Münsingen

Dienstgrad: Gefreiter

Geehrter Herr Pfarrer. // Ihre Zusendung erhalten. Bes= ten // Dank. Morgen geht es ab nach Münsingen u. von da an= // fangs Oktober ins Feld // mit Freiwilligen u. Ers. // Reservisten. Es geht mir // den Umständen entsprechend gut, gesund bin ich gottlob // immer, was ich auch von // Ihnen hoffe. Wir hoffen, daß // mit Gottes Wille der Krieg // bald zu Ende geht. Es hat // zwar den Anschein als ob er // erst recht anginge. // Schornbach hat es scheints auch schon schwer // mitgenommen. Wir hoffen, wenigstens nicht umsonst.// Herzliche Grüße Ihnen u. Ihrer Familie // u. allen Schornbacher E. Zipperle

3: Bildpostkarte vom Truppenübungsplatz Münsingen, 25. September 1914

 

 

 

Absendeort:  Böttingen bei Münsingen

Truppenzugehörigkeit:Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 247, 1. Kompanie, z.Zt. Böttingen bei Münsingen

Dienstgrad: Gefreiter

Geehrter Herr Pfarrer! // Seit Sonntag sind wir nun // hier im Quartier und auf // den Truppenübungsplatz ver= // legt. Hier ist eine Maße Solda= // ten, ich schätze ca. 12000 Mann. Ein fe= ster Umtrieb. Täglich Scharf= // schießen der Infant.-Artillerie, // eine Gefechtsübung meistens // mit Nachschulung. Ich bin nun // den Kran= kenträgern zugeteilt, // jedenfalls ein nettes Geschäft // im Ernstfalle. Wie geht es Ihnen. // Hoffentlich ist alles bei Ihnen // gesund. Herzl. Grüße E. Zipperle // Adr. Gefr. Z. 1/247 Böttingen OA Münsingen

 

4: Bildpostkarte vom Truppenübungsplatz Münsingen, 6. Oktober 1914

Absendeort: Böttingen bei Münsingen

Truppenzugehörigkeit: Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 247, 1. Kompanie, z.Zt. Böttingen bei Münsingen

Dienstgrad: Gefreiter

Geehrter Herr Pfarrer! // Ihren Brief habe ich er= halten, besten Dank. // Wir sind noch bis Samstag vermut= // lich hier, wohin es dann geht ist mir nicht // bekannt. Soviel ich mich erinnere, // ist mit Gaiser 200 L vereinbart // worden bzw. hat er sich selbst erbe= ten // um diese Summe den Rest d. Bauar= // beiten auszuführen. Es geht mir // gut, nur sollte das Wetter besser sein. // Hoffentlich ist auch bei Ihnen alles // gesund. Daß es an Arbeit in dieser Zeit // bei Ihnen nicht fehlt, glaube ich ohne wei= // teres. Hoffentlich sind die Verluste // aus unserer Gemeinde f.d. Zukunft // nicht mehr so groß wie bisher. // Herzl. Grüße auch Ihrer Familie u. // Hauptlehrer Münz Ihr erg. // Emil Zipperle. // Abs. Gefr. Zipperle, 1/247, Böttingen.

5: Feldpostbrief, 28. Oktober 1914

Absendeort: Terhand {belgische Gemeinde in Westflandern}

Truppenzugehörigkeit: Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 247, 1. Kompanie

Dienstgrad: Gefreiter

Geehrter Herr Pfarrer! // Schon längere Zeit trage ich mich mit // dem … ohne einmal  … // … die Zeit seit unserem // Weggang von Böttingen, Münsingen // zu schreiben. // Am 11.10.14 – Sonntags – ging es mit Fußmarsch // nachmittags 50 {5o bedeutet nicht 5 Grad sondern 5 Uhr}  ab nach Schelklingen, // wo wir Nachts ½ 10 mit der Bahn Richt= // ung Ulm abfuhren mit unbekanntem // Ziele. Ans Schlafen dachte niemand den die // Neugierde nach dem Reiseziel ließ // niemand Ruhen. Zunächst kam // Geislingen, Plochingen, Kornwest= // heim u. mit Tagesanbruch Ludwigsburg, // danach Bruchsal, Heidelberg, Mainz, // Kob= lenz, Trier u. nun wußte // jeder … […ziel] Frankreich oder // Belgien … Es ging? nun in schneller // Fahrt … Luxemburg, Namur, Arlons  {Arlons, richtig: Arlon ist eine Stadt im Südosten Belgiens (Wallonien)}// nach Lens{Lens ist eine Stadt in Belgien in der Provinz Hennegau (Wallonien)} in Westbelgien, wo wir // Mittwoch Abend 7 aus= geladen wur= // den. Wir kamen Nachts nach Pipet? {Pipet konnte nicht ermittelt werden, muß ebenfalls eine belgische Gemeinde sein – lt. Ev.Gemeindeblatt für Schornbach, Mannshaupten und Buhlbronn vom März 1915 wurde Sipair oder Sipaix geschrieben} ins // Quartier u. verblieben dort bis Freitag. // Samstag gings weiter mit Fußmarsch // nach Morkour? {Morkour? konnte nicht ermittelt werden} und am Tage (Sonntag) // nach Sweveghem{Sweveghem, richtig: Zwevegem ist eine belgische Gemeinde in Westflandern bei Kortrijk}und Montags nach Courtrai{Courtrai, richtig:Kortrijk ist eine belgische Stadt in Westflandern}, Ledegham{Ledegham, richtig: Ledegem ist eine belgische Gemeinde nordwest= lich von Kortrijk}nach // Dadizeele{Dadizelle, richtig: Dadizeele ist eine belgische Gemeinde in Flandern westlich von Ledegem). Ins Feuer kam ein Teil bereits // in Morkour? die ersten Verwundeten // - aus= genommen die durch … // Hand gefallenen – sahen wir in einer // Ortschaft östlich Dadizelle. Wir mar= // schierten durch Dadizelle u. nun // begann der Auftakt zu einer // mit unverminderter Heftigkeit // noch jetzt andauernden Schlacht. // Während des Aufmarsches kam an // die 1./247 der Befehl zum abzieh= // en? zur Sicherung des General= // kommandos nach Dadizelle. Bei // unserm Eintreffen … eine // andere Kompagnie mit dieser Auf= // gabe betraut u. hieß es für uns // jetzt ins Quartier. Ich hatte gerade // meine Kluft ausgezogen, etwa // um ½ 110, als es hieß, sofort wie= // der antreten u. weiter  gings. // Das … folgte uns und wir wur= // den zur Deckung schwerer Mör= // serbatterien (21 cm-Geschütze) // kommandiert (interessant für uns u. // auch für Nichtkombattanten). Wie // werden da erst unsere 42 cm- // Geschütze aussehen]? Während nun // wieder Kompagnien in // hartnäckigem Kampfe mit vereinig= // ten Engländern, Franzosen u. Bel= // giern liegen, führen wir ein be= // schauliches Dasein, wenn auch immer // etwa 80 – 100 m vor oder hinter // uns feindliche Grüße, bestehend // in [Granaten? und Schrapnell…? // … … gewöhnt sich. // … u. macht nichts mehr. // Seit Montag vor 8 Tagen dauert // nun die Schlacht an. Hoffentlich geht´s // jetzt bald zu Ende mit den Herren // der Tripleentente. Unsere Verluste // sind empfindliche, die der uns ge= // genüberstehenden Feinde nicht // minder. Das waren kurz meine // bisherigen Erlebnisse. Vor Schlachten= // lärm hört man sich kaum. // Später mehr. // Ich will nun schließen, in // der Hoffnung, daß Sie und Ihre // Familie alle gesund sind, was ich // gottlob auch von mir sagen kann. // Herzl. Grüße Ihnen, H. Hauptlehrer // Münz mit Familie u. allen // Schornbachern, namentlich auch den // Mitgliedern des Kirchengemeinderats.// Ihr Emil Zipperle. // Bisher unsere Ver= luste: // 3 Verwundete. // Sagen Sie namentlich // auch meinen ver= wundeteten // Kameraden herzl Grüße von // mir.

6: Feldpostkarte, 10. November 1914

Absendeort: bei Ypern (Belgien)

Truppenzugehörigkeit: 27. Armeekorps, 54. Division, Regiment Nr. 247, I. Bataillon, 1. Kom= panie

Dienstgrad: Gefreiter

Geehrter Herr Pfarrer! // Ich will nach Wilhelm Kaltschmid fahnden. // Das Beste ist sich an den Kompaniefeldwebel // zu wenden um Auskunft: Sobald ich etwas // erfahre, teile ich es so= fort mit. Mir geht es // immer gut, gesund bin ich gottlob immer noch gut // durchgekommen, hoffentlich gehts mit Gottes // Hilfe so weiter. Bei mir schreitet der Kampf // immer vorwärts. Herzliche Grüße // Emil  Zipperle

 

7: 1 leerer Umschlag vom 14. November 1914

1 leerer Umschlag  vom 14. November 1914
zurückgekommen, da Zipperle im Lazarett in Bottrop

8: Feldpostkarte, 17. November 1914

Absendeort: Schnait {heute Weinstadt-Schnait}

Truppenzugehörigkeit:

Dienstgrad:

// Lieber Herrn u. Frau Pfarrer! // Ihr wer= thes Brieflein erhalten, danke // bestens dafür, besonders für Ihre // Teilnahme. Leider kann ich Ihnen bis // jetzt nichts näheres mitteilen, nur // folgendes Telegramm vom Sonntag: // Bin leicht verwundet, in Botrop{Botrop = richtig: Bottrop} // b. Becklinghausen {Becklinghausen = richtig: Recklinghausen} untergebracht. // Brief folgt. Den Brief habe ich bis // jetzt leider noch nicht erhalten, muß // eben geduldig abwarten u. mit // Gottes Hilfe das Beste hoffen. Wenn // es nicht so weit, wäre ich schon hingereist. // Botrop ist ja im Rheinpreußen. // So= bald ich näheres von meinem l. Manne // erfahre, teile ich es Ihnen mit. // Freundliche Grüße // Ihre dankbare // Sofie Zipperle {Sofie Zipperle ist die Ehefrau von Emil Zipperle}.

9: Feldpostkarte, 18. November 1914

Absendeort: Schnait

Truppenzugehörigkeit:

Dienstgrad:

Lieber Herrn u. Frau Pfarrer! // Eben erhielt ich einen Brief von // meinem l. Mann, er hat in die rechte // Schulter eine leichte Verletzung bekommen, // ist doch Gott sei Dank nicht so schwer, // nur möchte er eben jetzt in die // Heimat zurück. Habe schon das Mög= // lichste getan, um daß vielleicht mein // l. Mann nach Schorndorf kommen könnte, // da ist scheints, so viel ich schon erfah= ren, // noch Betten frei. Hoffe mit Gottes Hilfe // das Beste. Hier möchte ich noch die Adr. beifügen. Unteroffz. Z. 1 / 247, // Lazarett Bottrop i. Westfalen // Konsum Essenerstr. // Freundliche Grüße Ihre // Sofie Zipperle.

 

10: Feldpostbrief, 20. November 1914

Absendeort: Bottrop

Truppenzugehörigkeit: Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 247, 1. Kompanie, z.Zt. Lazarett Bot= trop, Konsum Essener Straße, Westfalen

Dienstgrad: Unteroffizier

Geehrter Herr Pfarrer! // Ihren lb. Brief u. Ihr schö= nes Büchlein habe ich erhal= // ten als erstes Lebenszeichen aus der Heimat im // Lazarett. Herzl. Dank für beides. Ihre An= // nahme einer 2mal. Verwundung ist richtig. // Das 1. Mal im Gefecht bei C…]{ Ort konnte nicht über Google und Atlas ermittelt werden, da nicht einwandfrei lesbar} am 2.11. // 14 vormittags ca. 100 [100 = 10.00 = 10 Uhr beim Verlängern der Schützen= // linie, durch Schuß ins Gesäß aus der rechten Flanke, // als wir uns gerade eingraben wollten. Nach // einigen Bewegungen merkte ich, daß die Blutung // nicht stark ist u. ich konnte mich regen und so // schanzte ich tapfer weiter. Es ging dann mittags // etwa um 20 im feindl. Artillerie- u. Gewehrfeuer // etwa 150 m vor in einen englischen angefan= // genen Schützengraben, wo wir, nach dem wir uns // vollends eingegraben hatten, unsererseits das // Feuer aufnahmen, daß die Herrn Engländer schleu= // nigst Fersengeld gaben, wobei mancher von ihnen das // Laufen und Atmen vergaß. // Das 2. Mal im Gefecht ca. 6 km nord= westlich // Moorslede {Moorslede ist eine belgische Gemeinde in Westflandern nordöstlich von Ypern } am 12.11.14 morgens etwa um // ½ 90 beim Sturmangriff auf 4 voll besetzte // französische Schützengräben. Wir waren tags // zuvor von unserer Stellung vor Ypern durch das // Gar= dekorps abgelöst worden und mußten hier // die Sachsen verstärken. Am 11. Mittags traf ich // zufällig Albeck/ Albeck, vermutlich Ernst Albeck, Findbuch Nr. 279} u. Uoffz. Klotz{ Unteroffizier Klotz, Buhlbronn vermutlich … Findbuch Nr?}von Buhlbronn // u. einen Elser von Haubersbronn. Ich war also // nicht ganz ohne Landsleute, auch ein Hanemann // aus Schorndorf, wohnt bei Schäfer Geiger vis a vis // Metzger Pfleiderer, war bei uns. Nachts mar= // schierte man vor. Wir hatten bei unserem Zuge einen // ganz jungen Fähnrich, der mich bat, ihn in // der Kriegskunst einzuweisen, weil er selbst erst // seit August Soldat u. noch nicht im Felde war. // Es war dies natürlich schnell gesagt, aber nicht // so rasch getan, weshalb ich ihm sagte, er soll // im Laufgraben mit dem Zuge mir folgen. // Mitt= lerweile dämmerte der Tag heran, es war // etwa ½ 80 als die unseren auf dem linken Flü= // gel bereits stürmten und nun mußte ich, wenn // auch es dem Fähnrich bei dem Kugelregen bange // wurde, ihm eben sagen, es ist jetzt Zeit für // uns aus dem Graben heraus- und gegen // die feindlichen Schützengräben vorzubrechen. Ich // stieg, während ich es sagte, selbst heraus mit // mehreren Kameraden u. der Zug folgte. Daß // sie alle vorgingen ohne Ausnahme weiß ich, // aber man kommt so untereinander, daß jeder // mit Sturmbeginn  selbst für sich zu tun hat // u. so stürzten wir vor, bis ich kurz vor dem // ersten Graben einen Schuß in die linke Schulter // erhielt u. merkte, daß der rechte Arm nicht mehr // recht mittun wollte. Ich legte mich hin u. // kroch in Deck= ung in das Loch, das vorher von  // einer feindl. Granate geschossen wurde. Hier // verband, nachdem ich alles ausgezogen hatte, mich // ein Kamerad, der mit mir, weil es mir anfäng= // lich schlecht wurde, in den Laufgraben zurückging. // Doch unsere hatten inzwischen die Stellung ge= // stürmt, wie es befohlen war, ja teilweise // noch darüber hinaus, auch wurden feindl. // Geschütze erbeutet. Ich mußte mich auf // dem Weg zu dem etwa 1 Stunde zurück= // liegenden Verbands= platz, immer im Lauf= // schritt durch feindliches Schrapnell u. // Gra= natfeuer, denn der Franzose feuert meist // zu weit absichtlich um et= waige Reserven // zu treffen. Ich kam glücklich zum Ver= // bandsplatz + kam gleich abends weg nach // Izegham{Izegham = Izegem, lt. ADAC-Autoatlas und Google eine belgische Stadt in Westflandern ca. 10 km nordöstlich von Kortrijk}, von da in 2täg. Fahrt hie= her. // Man kann Gott nicht genug danken, wenn der // Krieg außer dem Lande ausgefochten wird, // denn der Nichtkombattant macht sich über die // Zerstörungen kein Bild, die da angerich= // tet werden. Ich bin so ganz glimpflich // davon gekommen u. stehe außer Lebens= gefahr, // wofür ich Gott danke. Hoffentlich kommt // nichts dazu, was den Heilungsprozeß un= // günstig beeinflußt. Sobald die Wunde rein // ist, muß sie noch genäht werden, denn es ist // ein klaffender Spalt. Auch das wird vorüber= // gehen. Sonst gehts mir gut, nur gingen // wir Württemberger eben gerne in die Hei= // mat. Ich glaube in Schorndorf wäre // es noch gemütlicher, laufen könnte ich, dann // könnte ich nach Schornbach. Will sehen was // zu machen ist. Nun will ich schließen, mit // herzl. Grüßen // Ihnen, Ihrer lb. Frau + Kindern, // + den Schorn= bachern. // Ihr // Emil Zipperle

11: Bildpostkarte von Bottrop, evang. Kirche, 22. November 1914

Absendeort:  Bottrop

Truppenzugehörigkeit: Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 247, 1. Kompanie, z.Zt. Lazarett Bottrop, Konsum Essener Straße, Westfalen

Dienstgrad: Unteroffizier

Herzl. Grüße Ihnen + Ihren Lieben, // H. Hauptleh= rer + // den Kirchengemeinde= // räten // Ihr // Emil Zipperle // Es geht ganz gut.

12: Feldpostkarte, 10. Dezember 1914

Absendeort: Schnait

Truppenzugehörigkeit:

Dienstgrad:

Lieber Herrn u. Frau Pfarrer! // Danke bestens für die l. Karte, sie hat mich sehr gefreut. // Meinem l. Mann geht es, Gott sei Dank, so weit ordentlich. // Gestern schrieb er, er hoffe be= stimmt Weihnachten in // Schornbach oder Schorndorf feiern zu dür= fen. // Ich wäre dankbar, wenn dies der Fall würde, ich // zweifle zwar, denn die Wunde eitert immer noch. Nun bei // Gott ist ja kein Ding un= möglich. Herzliche Grüße Ihre dankbare // Sofie Zipperle

Feldpostkarte, 14. Dezember 1914

Absendeort:

Truppenzugehörigkeit:Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 247, 1. Kompanie, z.Zt. Vereinslazarett Konsumanstalt der Arenbergschen A.G., Bottrop,Westfalen

Dienstgrad: Unteroffizier

Geehrter Herr Pfarrer! // Ihre Karte mit unserem lb. Kirchlein habe ich erhalten. Herzlichen Dank. // Meinen Brief mit dem Dank für Ihre lb. Sendung werden Sie erhalten // haben. Es geht mir gut, nur will meine Wunde noch // nicht zuheilen. Wir warten eben. Ich dachte nun nach // Schorndorf zu kommen, aber die bisher eingereich= ten Gesuche // gingen jedenfalls ans Gen.Kdo. des VII. AK nach // Münster i.W. nicht weiter weshalb auch ohne Erfolg. // Nun hoffentlich komme ich an Weihnachten nach Hause. // Wie geht es Ihnen + Ihren Lieben. Hoffentlich ist auch alles // gesund. // Herzliche Grüße // Ihr // Emil Zipperle // Herzl. Grüße den Mitgl. // des K´G´Rats.

13: Feldpostkarte, 21. Dezember 1914

Absendeort: Bottrop

Truppenzugehörigkeit:Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 247, 1. Kompanie, z.Zt. Vereinslazarett Konsumanstalt der Arenbergschen A.G., Bottrop,Westfalen

Dienstgrad: Unteroffizier

Mein lieber Herr Pfarrer! // Sie werden denken, daß ich recht schreibfaul bin und haben // darin nicht ganz unrecht, denn über mich ist eine Schlappheit ge= // kommen im Schrei= ben, wohl die Folge des vielen Schreibens zu Anfang. // Sie werden erfahren haben, daß ich das eis. Kreuz II. erhalten habe. // Nun ich tat was ich konnte, wie meine Kameraden alle auch. // Daß ich ab u. zu die anderen zum Ausharren anhielt, war nur mei= // ne Pflicht. Ich be= daure nur, daß ich schon nach verhältnismäß. kurzer // Zeit ver= wundet wurde u. nicht lange mitkämpfen konnte, aber es // kommt je= denfalls die Reihe noch einmal an mich u. bin ich Gott dank = // bar, wenn es dann wieder so abgeht. Herzl. Dank für das Gdeblatt, es // freut mich namentlich auch die Gründung der Jugendwehr. Sagen // Sie bitte H. Haptl. Steidle herzl. Grüße von mir. Die Sammlungen sind // ja ganz schön zu nennen. Ihnen wird die Arbeit über dem Kopf zu= // sammenstoßen. Mir gehts gut, meine Wunde heilt, aber langsam. // Ich hoffe Weihnachten in Schornbach zu erleben mit Gottes Hilfe. Ihnen + Ihren Lieben herzl. Grüße + gute Feiertage, ebenso H. Hauptlehrer // Münz, wenn ich bitten darf. Grüße den Schornbachern. Herzliche Grüße Ihr Emil Zipperle.

14: Bildpostkarte, 24. Dezember 1914

Bildpostkarte, 24. Dezember 1914

Absendeort: Bottrop

Truppenzugehörigkeit:Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 247, 1. Kompanie, z.Zt. Vereinslazarett Konsumanstalt der Arenbergschen A.G., Bottrop,Westfalen

Dienstgrad: Unteroffizier
Geehrter H. Pfarrer! // Herzl. Dank für die frdl. // Glückwünsche. Es geht mir gut. Hoffentlich bin ich // Neujahr zu Hau= se. // Fröhliche Weihnachten u. glückliches, gesundes Neu= // jahr Ih= nen u. Ihren Lieben allen Ihr // Emil Zipperle

15: Glückwunschkarte zum Neuen Jahr, o.D.

Absendeort: Bottrop

Truppenzugehörigkeit:Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 247, 1. Kompanie, z.Zt. Vereinslazarett Konsumanstalt der Arenbergschen A.G., Bottrop,Westfalen

Dienstgrad: Unteroffizier

Ich hoffe anfangs Januar in Schornbach zu sein. Meine // Heilung schreitet stetig vorwärts. Seit Heil. Abend ist meine lb. // Frau hier. Hoffentlich kommt im Neuen Jahre bald ein ehren= // voller Friede zu Stande. Herzl. Grüße // Ihr Emil Zipperle m. Frau.

16: Feldpostkarte, 16. Juli 1915

Absendeort: Ulm

Truppenzugehörigkeit:Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 247, 3

Dienstgrad: Unteroffizier

Geehrter Herr Pfarrer! // Nun bin ich wieder in Gar= nison und habe // gleich wieder – um in Übung zu bleiben – eine // Korporalschaft mit 20 Mann erhalten. Ich bin // erneut auf 8 Wochen garniesondienstfähig geschrie= // ben u. habe Schöllhammer bereits mitgeteilt, // er soll ein weit. Urlaubsgesuch eingeben, denn // da ist man daheim wichtiger als hier beim Ers. // Btl. + Garn. Komp. herum= zuliegen. Sonst gehts // mir gut. Hoffentlich ist bei Ihnen alles gesund. // Freundl. Grüße // Ihr Uffz. Zipperle.

 

Aktualisiert am: 11.05.2018