Huppenbauer, David

Von: Quack, Jürgen

David Huppenbauer (1855-1926)

Das Ehepaar Huppenbauer

Archiv der Basler Mission, QS-30.141.0003

1879 reiste David Huppenbauer (1855-1926) an die Goldküste, dem späteren Ghana, aus. Geboren wurde er in Untertürkheim, aufge­wachsen ist er in Schorndorf. Die Familie war der Basler Mission eng verbunden: Ein Onkel wirkte im Kaukasus, zwei jüngere Geschwister folgten David Huppenbauer nach Westafrika. 1881 heiratete er die Schweizerin Lydia Plüss. An den Folgen der Geburt des ersten Kindes erkrankte sie so sehr, dass die Familie 1884 nach Europa zurückkehren musste.

David Huppenbauer wurde Heimatmissionar in der Schweiz. Dabei lernte er den Stuttgarter Fab­rikanten Paul Lechler kennen, der in Freudenstadt ein christliches Erholungsheim er­richten wollte. Ein Grundstück hatte er schon gekauft, nun suchte er einen Heimleiter. Das wurde David Huppenbauer von 1994 bis 1926.


Das Kurhaus Palmenwald

Foto: Kalmbach/BMDZ

Über 30 Jahre lang hat er in täglichen Andachten und sonntäglichen Gottesdiensten – für die neben dem Hotel eine große Kapelle gebaut wurde – Gottes Wort ausgelegt. Er wurde Gesprächspartner und Seel­sorger für unzählige Gäste – darunter auch Professoren, Minister und sogar König Wilhelm II. von Württemberg. Gut besucht waren auch die Haushaltskurse zur Ausbildung junger Frauen.

Der Kontakt zur Basler Mission blieb eng. Seine beiden Söhne gingen beide an die Goldküste zurück – der eine als Arzt, der andere als Missionar. Und später auch ein Enkel.

Das Haus von Paul Lechler bekam den Namen „Palmenwald“ nach den Stechpalmen im benach­barten Stadtwald, aber oft genug entführte auch der Missionar Huppenbauer seine Gäste in seinen An­dachten unter die Palmen Afrikas. Er tat das nach seinem Motto „Lachen dürfen die Menschen in der Kirche, nur nicht schlafen“.

Aktualisiert am: 31.03.2022